R I W E R - Blog eines Seniors

15. März 2008

Das Massaker von My Lai

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My Lai wurde zum Synonym eines Kriegsverbrechen’s, das über die Jahre die internationale Presse und viele Menschen bewegte. Es wurde zu einem amerikanischen Trauma und leitete die moralische Niederlage der USA in Vietnam ein. Die Älteren von uns erinnern sich noch:

Am 16. März 1968 hatte eine Gruppe von amerikanischen Soldaten der 11. Infanterie-Brigade unter Leitung des 24-jährigen Leutnants William Calley den Auftrag, das kleine Dorf My Lai in der Provinz Quảng Ngãi einzunehmen und nach Guerilleros des Vietcong zu durchsuchen, da die Bewohner als potenzielle Unterstützer des Vietcong galten.

Die Soldaten vergewaltigten Frauen und erschossen fast alle Bewohner des Dorfes: 503 Zivilisten, davon 182 Frauen, 172 Kinder, 89 Männer unter 60 Jahren und 60 Greise. Sogar sämtliche Tiere wurden getötet. Kaum ein Soldat verweigerte den Befehl zum Mord. Lediglich der amerikanische Hubschrauberpilot Hugh Thompson zwang die Soldaten durch die Drohung, seinen Bordschützen mit dem MG auf sie feuern zu lassen, elf Frauen und Kinder zu verschonen, die er in Sicherheit brachte. Für ihr Eingreifen wurde die Hubschrauberbesatzung exakt dreißig Jahre später mit der Soldier’s Medal ausgezeichnet.

Amerikanische Hubschrauber landen in My Lai.

Artikel und Bild: Kölner Stadtanzeiger

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