R I W E R – Blog eines Seniors

30. Mai 2008

Brooklands

Unsere Ankunft in Dover verlief problemlos. Es ging vom Schiff, ohne weitere Zoll- und Passkontrolle, direkt auf einen “Dual carriageway” (vierspurig ausgebaute Autobahn-ähnliche Straße), deren Bezeichnung und Nummerierung in England mit einem A beginnt und hinter Folkestone dann auf den Motorway M20 Richtung London. Viele Autofahrer, die das erste Mal nach England kommen, haben die Befürchtung mit dem Linksverkehr ihre Probleme zu haben. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sie unbegründet sind. Man gewöhnt sich sehr schnell an die andere Fahrweise, ein rechter Außenspiegel ist aber unbedingt empfehlenswert.
Als Gastgeber fühlt man sich immer in der Pflicht, den Gast zu unterhalten, ihm Abwechslung zu bieten. Mir geht es so und auch unserem Gastgeber. Gleich am ersten Tag nach unserer Ankunft, besuchte er mit uns und seiner Frau das Brooklands Museum. Das Technik Museum ist, ohne es abwerten zu wollen. denn es hat auch seinen besonderen Reiz, eine Kleinausgabe der deutschen Technik-Museen in Sinsheim und Speyer. Bei den deutschen Museen sind die Ausstellungsstücke mehr europaweit gefasst, das englische Gegenstück mit Exponaten hauptsächlich aus England und aus den letzen 100 Jahren.
Das Museumsgelände war früher die weltweit erste Motor-Rennstrecke. Eröffnet wurde sie am 17. Juni 1907, das erste Rennen fand am 06. Juli 1907 statt. Über drei Jahrzehnte war es das “Motor-Ascot“. 1908 wurden an der Rennstrecke die ersten Flugzeuge gebaut und innerhalb der Rennstrecke eine Start- und Landebahn angelegt. Im Weltkrieg wurden hier die Hawker Hurricane-Jäger und der Vickers Wellington- Bomber gebaut. Vickers produzierte hier nach dem Krieg eine sehr erfolgreiche Luftflotte, unter ihnen die berühmte Viscount und die VC10. Das Design und Teile der Concorde Konstruktion wurden ebenfalls hier entwickelt und gebaut. Die letzte Concorde, stillgelegt im November 2003 von Britisch Airways, ist das Highlight des Museums. Man kann sie von innen besichtigen und erhält dort eine Menge an Informationen über diesen Flugzeugtyp. Viele nationale, internationale und Welt-Rekorde wurden in Brooklands gefahren und geflogen.

29. Mai 2008

Rentnerinnen und Rentner Partei

Die Partei der “Die Grauen – Graue Panther” hat sich gerade verabschiedet (siehe diesen Blog), schon gibt es eine neue Partei, die sich auf die Fahne geschrieben hat, die Interessen der Rentnerinnen und Rentner zu vertreten, die Rentnerinnen und Rentner Partei (RRP). Meiner Meinung nach ist das eine gute Idee, doch wenn diese neue Partei genauso unbeweglich bleibt, wie es bei den Grauen war, dann können wir auch diese Partei vergessen.
Aber gut, wollen wir es nicht schon von vorherein  schlecht machen. Hoffen wir, dass die Senioren(innen) den “Hintern hoch bekommen” und sich engagieren. Eine Partei steht und fällt nicht nur mit der Mitgliedschaft des Einzelnen, nein, Einsatz, Interesse und Mitmachen ist angesagt.
Auch ich werde mal über ein Mitarbeiten und einer Mitgliedschaft nachdenken. Die Senioren und die Rentnerinnen und Rentner in diesem Land bilden ein Wählerpotenzial, dass keine der etablierten Parteien ignorieren kann. Wenn dieses Potenzial aktiviert werden kann, ist das Überspringen der 5% Hürde bei einer Wahl eine Kleinigkeit. Die Senioren dieses Landes haben unser Land zu dem gemacht, was es heute darstellt. Wenn wir das erhalten wollen, müssen wir, die Senioren, uns in die aktuelle Politik einschalten und mitbestimmen …..
Was mache ich hier eigentlich? Halte ich schon Wahlreden?
Ich bin schnell zu begeistern, wenn ich von einer guten Sache überzeugt bin.
Jetzt muss ich erst einmal nachdenken.

Dünkirchen

Vor 20 – 30 Jahren bin ich des öfteren nach England mit dem Auto gefahren. Von Köln kommend, war die kürzeste Verbindung die Autobahn bis Ostende und von dort mit der Fähre nach Dover. Dünkirchen als Fährhafen war mir unbekannt. In Erinnerung war mir eine Kriegsgeschichte, die mir mein Vater als kleiner Junge erzählte.
1940 wurden alliierte Truppen von Panzerverbänden der Deutschen Wehrmacht bei Dünkirchen eingekesselt. Weit über einer halben Million Soldaten stand der Gang in die Kriegsgefangenschaft bevor, was sicherlich eine Vorentscheidung des II. Weltkrieges gebracht hätte. Hitler befahl mit dem endgültigen Angriff bis zum nächsten Tag zu warten, weil er die Kapitulation der alliierten Verbände vor der Welt richtig auskosten wollte, entgegen dem Rat seiner Generäle. Ein fataler Fehler! Über Nacht konnten die Alliierten 90% der Truppen und fast alles Kriegsmaterial nach England evakuieren. Was der deutschen Wehrmacht am anderen Tag in die Hände fiel, war nicht mehr kriegsentscheidend. Hinzu kam der Hohn und Spott der Weltöffentlichkeit.
Unter dem Titel “Schlacht um Dünkirchen” ist diese Episode in die Geschichte eingegangen.
Zurück zu meiner Reise: Mittlerweile geht die Autobahn an Ostende vorbei und folgt dem Lauf der Küste, an Dünkirchen vorbei nach Calais. Die knapp 370 Kilometer von Köln nach Dünkirchen wurden in gut vier Stunden geschafft, inclusive eines Erholungsstopps und des zäh fließenden Verkehrs auf dem Brüsseler Autobahnring. Schon 20 Kilometer vor Dünkirchen wird recht deutlich auf Schildern über der Autobahn auf den Fährhafen hingewiesen.
Von Ostende nach Dünkirchen dünnte sich der Verkehr kräftig aus. Jetzt hatten wir es hauptsächlich mit vielen LKW´s aus dem osteuropäischen Raumzu tun. Führend war das Nationalitätskennzeichen “PL” für Polen. Das dürfte vielen von anderen Autobahnabschnitten bekannt sein.
Das Fährticket hatte ich vorsorglich schon zu Hause über das Internet gebucht. Dünkirchen wird hauptsächlich von der Fährgesellschaft “Norfolkline” angelaufen. Ein reguläres Fährticket von Dünkirchen nach Dover ist mit 98,- Euro ausgewiesen (One-way). Im Internet habe ich es für knapp 40,- Euro bekommen. Das hat weiter den Vorteil, dass man keinen Ticket-Counter suchen und warten muss. Man wird zweimal zum Halten aufgefordert, einmal um das Ticket entwerten zu lassen, ein anderes Mal um den Pass zu zeigen. Ruck-Zuck stand man in der Wartelinie zum Einschiffen. Alles einwandfrei und übersichtlich ausgeschildert.
Die Überfahrt erfolgt im Zweistundentakt. Sowohl bei der Hin- als auch bei der Rückfahrt ist eine Zeitumstellung von einer Stunde notwendig. Die Einschiffung verlief zügig und dauerte ca. 20 Minuten. Die eigentliche Fährfahrt dauerte zwei Stunden. Rund 60 PKWs wurden an Bord gebracht. Mit LKW´s war die Fähre voll ausgelastet. Eine große Zahl von LKW´s musste sogar zurück bleiben, so groß war deren Andrang. Ich denke, das Hauptgeschäft macht die Fähre mit den LKW´s. Die PKW´s sind nur ein Zubrot. Beim Einschiffen der LKW´s wurde mir so richtig bewusst, welche Warenmengen über die Straße abgewickelt werden, obwohl andere Alternativen (Bahn – Schiff) durchaus zur Verfügung stehen. Ein wichtiges Argument dürften sicherlich die Dumpingpreise des osteuropäischen Transportwesens sein. Da die Spritpreise kräftig am Steigen sind, bin ich mal gespannt, wie sich in Zukunft die Lage im Transportwesen entwickelt.
Bei strahlendem Sonnenschein waren wir am Morgen aufgebrochen. An der See und auf der See war es jedoch dunstig, Sichtweite ca. fünf Kilometer. Wahrscheinlich hervorgerufen durch die enorme Sonnenstrahlung, der Verdunstung und der daraus resultierenden hohen Luftfeuchtigkeit. Kurz hinter Dover, auf der Fahrt Richtung London, kam dann wieder die Sonne hervor.
Das Fährschiff war ein neueres Modell, voll klimatisiert, mit einem Extra-Service für die LKW-Fahrer (Duschmöglichkeiten, Extra-Lounge, kostenloses Internetsurfen etc.). Das Letztere machte ich mir auf der Rückfahrt zunutze, nur ein Deck tiefer, für die Normalsterblichen, doch davon später mehr. Auf dem Schiff, vorn und an der Seite, nur Glas. Hinten konnte man über zwei Decks die Frischluft genießen. Aus Sicherheitsgründen – auch anders als früher, als man sich über das gesamte Schiff  im Freien ergehen konnte.
Der zollfreie Einkauf hielt sich auch in Grenzen. Die Stange Zigaretten war sogar 10,- Euro teurer, als beim regulären Einkauf zuhause. Das war mir aber schon bekannt, von meinen Flügen nach England. Da die Schachtel Zigaretten in England fast doppelt so teuer ist, werden auf den Flügen nach England schon gar keine Zigaretten mehr angeboten, aus steuerlichen Gründen.
Ein Highlight bekamen wir dann auf der Fähre zu sehen. Wir waren etwa 10 Kilometer von Dünkirchen weg, als wir von einem Hubschrauber angeflogen wurden, der einen Mann auf der Fähre absetzte, alles ohne zu landen und mit voller Fahrt der Fähre. Schönes Schauspiel.
Fortsetzung folgt …

27. Mai 2008

Er ist wieder da

Filed under: Allgemein,Oldies — riwer @ 17:55
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Auch der schönste Urlaub geht einmal zuende. Die Familienmitglieder sind aus Mexiko zurück und auch wir, meine Frau und ich, haben unseren gut 10-tägigen England-Aufenthalt sehr genossen. Da wir in Südengland, genauer gesagt in Devon und Cornwall, wettermäßig genauso verwöhnt wurden, wie Ihr, die Daheimgebliebenen, stehen wir Euch also in Punkto Bräune in nichts nach.
Eigentlich war der Urlaub in der Grafschaft Surrey, südwestlich von London, bei guten Freunden geplant. Da wir aber merkten, dass wir den Haushalt mit unserer Anwesenheit ziemlich durcheinander brachten und natürlich eine zusätzliche Belastung darstellten, hatte ich nach drei Tagen die schöne Idee, unseren Freunden vorzuschlagen, mit uns gemeinsam ein paar erholsame Tage in Devon und Cornwall zu verbringen. Der Vorschlag wurde begeistert aufgenommen und wir Vier fuhren aufs Geradewohl in Richtung Südwest.
Über die gesamte Englandreise werde ich in mehreren Blogs in den nächsten Tagen berichten.

Bei “Er ist wieder da … ” fiel mir Marion ein, ein Liedchen aus 1966.

7. Mai 2008

Der Mai ist gekommen

Filed under: Allgemein — riwer @ 6:44
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die Bäume schlagen aus und die Lust am Reisen ist gestiegen.
Meine Familie zieht es hinaus in die Welt. Deshalb von hier aus ein Gruß nach Cancun in Mexiko:

Gute Erholung und viel Spaß
in Eurem wohlverdienten Urlaub !!!

Auch ich werde heute verreisen. Wie oft bin ich in den letzten 35 Jahren wohl in England gewesen? Eine rein rhetorische Frage! In den Anfängen häufiger mit dem Auto über Ostende nach Dover. In den 90er Jahren und in der letzten Zeit immer mit dem Flieger.
Diesmal nehme ich wieder das Auto. Man kann mehr Dinge mitnehmen als im Flieger und man ist unabhängiger. Nun ja, die Kosten sind höher und man muss auch mehr Zeit  mitbringen. Für die 550 Kilometer kalkuliere ich mal fünf Stunden reine Fahrzeit ein. Dazwischen liegt aber noch die Fähre von Dünkirchen nach Dover, mit einer Fährzeit von 1:45 Stunden. Dazu kommt die Zeit für das Ein- und Auschecken. Also alles in allem kommen gut 8 – 9 Stunden Fahrzeit , vornehmlich auf der Autobahn, zusammen.

5. Mai 2008

Mord im Vatikan

Als ich gestern meiner sportlichen Aktivität nachging, bei der ich auch immer meinen MP3-Player mitnehme, der ein eingebautes Radio hat, hörte ich auf SWR-1 einen Beitrag, der vor genau zehn Jahren passierte: Ein junger Schweizer Gardist, ein Mitglied der Leibgarde des Papstes, hat seinen Vorgesetzten und dessen Frau getötet und anschließend sich selbst. Ich erinnere mich noch sehr gut an diese Tat, weil sie in der Weltpresse enorme Schlagzeilen auslöste und tagelangen Gesprächsstoff bot. Die Aufklärung der Mordtat wurde der Welt vom Vatikan auch in verschiedenen Versionen präsentiert, so dass der Tat noch heute etwas Mystisches anhaftet.
Um uns den Dreifach-Tod noch einmal vor Augen zu führen, habe ich ein wenig recherchiert. Allein der Suchbegriff “Mord im Vatikan” unter Google ergab 157.000 Treffer. Um hier die ganze Story nicht noch einmal zu beschreiben, kann man sich mit den nachfolgenden Links nochmals einen Überblick verschaffen.

Mord im Vatikan

Noch immer gibt es Zweifel am Tod zwei Schweizergardisten

Mord im Vatikan
Drei Leichen und der vierte Mann

Mord und Lügen
der vertuschte Vatikan-Skandal

4. Mai 2008

Na also, geht doch!

1. FC Köln – TSG 1899 Hoffenheim 3:1

In einem kämpferisch dramatischen und kampfbetonten Spitzenspiel besiegte der 1. FC Köln den Dorfverein TSG 1899 Hoffenheim verdient mit 3:1 Toren. Köln rückte damit auf Platz 3 der Tabelle vor und steht somit auf einem der Aufstiegsplätze für die 1. Bundesliga, hinter Borussia Mönchengladbach und FSV Mainz 05.
Der Sieg war äußerst wichtig, darf aber nicht zu hoch bewertet werden, denn noch stehen ein Heimspiel und zwei Auswärtsspiele an und die sind auch nicht ohne.
Am Mittwoch, den 07. Mai, muss der FC nach Augsburg. Der FC Augsburg liegt zwar im Moment im Mittelfeld, könnte aber ganz leicht in den Abstiegsstrudel kommen, wenn sie gegen Köln verlieren. Sie werden also nicht zu unterschätzen sein.
Am Pfingstsonntag, den 11. Mai kommen die Mainzer in das Kölner Stadion. Die Mainzer haben zwar das Hinspiel am 07. Dez. 2007 Mainz ganz knapp mit 1:0 gewonnen, sind aber auswärts sehr stark. Und Mainz will den direkten Wiederaufstieg. Es wird wahrscheinlich das entscheidene Spiel und wir können uns auf ein tolles Spitzenspiel freuen.
Am letzten Spieltag, den 18. Mai, muss Köln nach Kaiserslautern. Der 1. FC Kaiserslautern steht bereits auf einem der Abstiegsplätze, wird also alles daran setzen, das “rettende Ufer” zu erreichen. “Die roten Teufel” werden den Kölnern nichts schenken und das “Fritz-Walter-Stadion” zu einem Tollhaus machen.
Alles in allem eine dramatische Endrunde, wo sich mit Mainz, Köln, Hoffenheim und dem SC Freiburg vier Vereine Hoffnungen auf einen Aufstiegsplatz machen. Borussia Mönchengladbach ist fast uneinholbar und dürfte es geschafft haben.

Schicksalsspiel

Heute um 14:00 Uhr beginnt der 1.FC Köln sein Schicksalsspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Dann heißt es: Alles oder Nichts. Dann wird sich zeigen, ob die Kölner das Zeug haben, in der 1. Bundesliga zu bestehen und dazu gehört ein Sieg über Hoffenheim und nur ein Sieg. Ein Unentschieden würde überhaupt nichts bringen. Wer ganz oben mitspielen will, muss in der Lage sein, alle Mannschaften der 2. Liga zu schlagen.
Das Spiel ist seit Wochen ausverkauft, ebenso die Partie gegen Mainz in einer Woche. Obwohl der FC Köln vor diesem entscheidenen Spiel auf Platz 5 der Tabelle steht, hat er eigentlich alle Vorteile auf seiner Seite, um einen der begehrten Aufstiegsplätze (nur die ersten Drei steigen direkt auf) zu erreichen. Die nächsten beiden Spiele bringen die direkten Gegner und Aufstiegsaspiranten, Mainz und Hoffenheim, in die Kölner Arena. Für Köln also ein Heimspiel und die Kölner Fan-Gemeinde steht wie ein Block hinter dem FC. Bis…, ja bis …., daran will ich aber im Moment nicht denken. Sehen wir die Sache positiv! Köln wird es schaffen und Hoffenheim eine Niederlage zufügen.
An nächsten Wochenende muss der zweite direkte Gegenspieler nach Köln kommen, der FSV Mainz 05. Ihr Spiel vom Freitag gegen den 1. FC Kaiserslautern, das sie 2:1 in der letzten Minute gewonnen haben, war schon eine Zitterpartie. Also eigentlich eine lösbare Aufgabe, es sei denn …..

Hier die Tabelle vor dem heutigen Spiel:
Nr. Verein Sp. Gew. Un. Verl. Tore. Geg. Pkt.
1 Borussia Mönchengladbach 30 15 12 3 56 : 32 57
2 FSV Mainz 05 31 15 10 6 57 : 32 55
3 1899 Hoffenheim 30 15 8 7 50 : 35 53
4 SC Freiburg 31 14 10 7 46 : 39 52
5 1. FC Köln 30 14 9 7 54 : 39 51
6 SpVgg Greuther Fürth 31 13 9 9 50 : 40 48

Gewissheit

Filed under: Allgemein — riwer @ 7:45
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Was für eine Lebensweisheit, welch schwarzer Humor?! Gelesen bei http://sprechblase.wordpress.com:

Nur Witwen wissen immer, wo ihre Männer sind.

Graf Berghe von Trips

Heute wäre er 80 Jahre alt geworden: Wolfgang Graf Berghe von Trips. Geboren am 04. Mai 1928 in Köln, aufgewachsen in Kerpen-Horrem, auf der Burg Hemmersbach, Spross eines alten niederrheinischen Adelsgeschlechtes. Größte deutsche Hoffnung nach dem II. Weltkrieg, als Formel 1- Rennfahrer den Titel zu holen. 1961 fuhr er für Ferrari, gewann als erster Deutscher ein Formel 1- Rennen in Zandvoort (Niederlande). Es schien sein Jahr zu werden. Der damals 33-Jährige führte die Fahrerwertung an und war auf dem besten Weg, Weltmeister zu werden.
Sein Schicksalstag war der 10. September 1961, das Rennen auf der Hausstrecke in Monza (Italien). In der zweiten Runde kollidierte der Ferrari des Grafen mit dem Lotus des Schotten Jim Clarke. Mit Tempo 200 schoss Graf Berghe von Trips in die Zuschauermenge, die damals noch ungeschützt am Rande der Rennstrecke standen. Er wurde aus dem Fahrzeug geschleudert und war sofort tot. Elf Zuschauer wurden direkt in den Tod gerissen, vier weitere erlagen später ihren Verletzungen. Welch` eine Tragödie. Deutschland verlor einen hoffnungsvollen Rennfahrer, eine Ausnahme-Erscheinung. Erst gut dreißig Jahre später sollte ein anderer Deutscher in seine Fußstapfen treten und noch erfolgreicher werden: Michael Schumacher.

2. Mai 2008

Senioren-PC

Filed under: Senioren — riwer @ 17:43
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So wie es aussieht hat Microsoft eine neue Zielgruppe entdeckt, den PC für die Senioren. Ist denen fremd geblieben, dass die heutigen Senioren schon vor ihrem Senioren-Dasein mit PC und Rechnern gearbeitet haben und noch arbeiten? Sollen Senioren nur noch Programme anwenden, die ihrem Alter entsprechen?
Meiner Meinung nach total überflüssig!

Microsofts britische Niederlassung entwickelt derzeit einen speziell für die Bedürfnisse älterer Menschen vorkonfigurierten PC. Als Betriebssystem soll natürlich Windows zum Einsatz kommen.
Der Senioren-Rechner soll mit einer vereinfachten Benutzeroberfläche daher kommen. Außerdem wird Software vorinstalliert, die Menschen höheren Alters bei der Bewältigung des Alltags helfen kann. Dazu gehören unter anderem auch Programme zur Kontrolle der Arzneimitteleinnahme oder zum Verwalten von Fotos. weiter …

Technorati-Tags: ,

Die Brücke am Kwai

Vor etwas mehr als 50 Jahre ging ein Kinofilm um die Welt, “Die Brücke am Kwai“. Einer der ersten Filme, die im Super-Breitwand-Format in die Kinos kam. Der Soundtrack dieses Films, ein Marsch, war fast erfolgreicher als der Film selbst. Die ganze Welt pfiff diese Melodie. Ein Ohrwurm, der seinesgleichen sucht.
Erinnern sie sich noch an den Film? Alec Guinness, der in seiner militärischen Tradition gefangene Offizier und Kompaniechef, dem auch in der Gefangenschaft das Pflichtbewusstsein und der Offiziers-Ehrenkodex über alles geht, William Holden, der den Befehl hatte, die von den gefangenen Engländern gebaute Holzbrücke unter allen Umständen zu zerstören und Jack Hawkins, der mit William Holden den Befehl zur Sprengung der Brücke hatte, aber verwundet wurde.
Hier der River Kwai March, mit Sequenzen aus dem Film “Die Brücke am Kwai“.

TÜV

Filed under: Allgemein — riwer @ 14:22
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Jeder Autobesitzer weiß ein Lied davon zu singen: Alle zwei Jahre muss sein Gefährt zum TÜV. Dann ist eine technische Überprüfung und meistens auch eine Abgasuntersuchung der “Droschke” vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Obwohl der TÜV ein privatwirtschaftlicher Verein ist, hat er eine staatlich sanktionierte Monopolstellung, quasi eine Lizenz zum Geld drucken. Über die Notwendigkeit dieses Vereins lässt sich streiten, auf jeden Fall mal wieder “typisch deutsch“.
Nun will ich hier den Verein nicht verteufeln. In gewisser Hinsicht halte ich ihn sogar für notwendig, wenn man sieht, was für “Rostlauben” in den USA an Autos rumfahren, weil es sowas in den Staaten nicht gibt.
Im Laufe meines Lebens habe ich schon viele Autos zur Untersuchung durch den TÜV gebracht. In den 70er Jahren musste man viel Zeit mitbringen. Man reihte sich in lange Schlangen vor den Prüfungsstätten ein. Dies gehört aber im Zeitalter des Internets der Vergangenheit an. Auch der Service des Dienstleistungsunternehmens TÜV ist wesentlich verbraucherfreundlicher geworden. Schon sechs Wochen vor dem auf der Prüfplakete erkenntlichen Fälligkeitstermin wird man vom TÜV angeschrieben und auf die fällige Untersuchung aufmerksam gemacht. Mittels des Internets kann man einen angenehmen Termin organisieren, der zum persönlichen Terminkalender passt.
So habe ich es auch gemacht und bin am 30. April zum 08:00 Uhr morgens als Erster des Tages zum TÜV gerollt. Ich war schon 10 Minuten vorher da. Wurde ohne Warterei sofort bedient und konnte direkt in den Raum zur Abgasuntersuchung fahren.
Ich fahre einen Diesel und da bei der letzten Abgasuntersuchung der Prüfer den Motor meines Autos auf Betriebstemperatur bringen musste, was nur mit mehrmaligem Aufheulen des Motors zu bewerkstelligen war und es mir furchtbar weh tat, wie mein Motor malträtiert wurde, habe ich dieses Mal vorher eine 7 Kilometer lange Autobahnfahrt absolviert, bei der ich die Maschine im dritten Gang bis 140 Stundenkilometer hochzog, um die Betriebstemperatur zu erreichen und um den Partikelstaub aus dem Abgasfilter zu bekommen, die ein Messergebnis verfälscht hätten. Es war gut so, denn bis auf ein dreimaliges Hochziehen der Motordrehzahl zum Ermitteln der Werte, blieb ein weiteres Quälen des Motors aus.
Dann ging es in die nächste Halle, wo der technische Zustand überprüft wurde. Bis auf geringfügige Kleinigkeiten, gab es bei meinem 10 Jahre alten Auto nichts zu bemängeln. Am hinteren und am vorderen Nummernschild wurde ich dafür mit den entsprechenden Plaketten belohnt. Alles in allem hat die gesamte Untersuchung keine 20 Minuten gedauert. Blöd gekuckt habe ich nur, als ich 89,20 Euro für die beiden Untersuchungen auf den Tisch legen musste. Autsch, das tat weh. Und das alle zwei Jahre.

1. Mai 2008

Maibaum

Filed under: Allgemein — riwer @ 10:59
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Geht man heute durch die Straßen, sieht man vor einigen Häusern, wie in jedem Jahr, eine Birke in unterschiedlicher Größe stehen und mit farbigen Bändern versehen, auch Maibaum genannt, weil dieser am Vorabend zum 1. Mai aufgestellt wird. Ein äußeres Zeichen eines Liebenden an seine Geliebte aller Welt kundzutun, dass in diesem Haus seine Angebetete wohnt.
In diesem Jahr und bei allen Schaltjahren kann man sich nicht so sicher sein. Es könnte sein, dass hier eine Liebende ihrem Herzallerliebsten einen Liebesbeweis gesetzt hat. Denn, und das ist mir auch neu und ich musste es erst durch das Fernsehen und durch die Zeitung erfahren, in Schaltjahren können den alten Brauch des Maibaum Setzens auch die Damen ausüben.
Warum eigentlich nicht?! Im Zeitalter der emanzipierten Frauen eigentlich nachvollziehbar. Auf der anderen Seite gehört es zum Privileg einer Frau, sich hofieren zu lassen und welche Frau hat dies nicht gern? Mit dem Maibaum soll ausgedrückt werden, dass ein Mann (oder auch Frau) keine Mühe und Strapaze gescheut hat, seiner oder ihrem Angehimmelte(n) einen Liebesbeweis zu erbringen und dass alle Welt davon erfahren soll.
Bei uns älteren Menschen nötigt es einem Respekt ab, dass junge Menschen an alten Traditionen festhalten.

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