R I W E R – Blog eines Seniors

30. Juli 2008

Nachtrag Skandalspiel

Ein Kreisligaspiel in Köln machte Anfang Juni bundesweit Schlagzeilen, weil es ein Ergebnis gab, dessen Höhe niemals in der Fußballgeschichte erreicht wurde: 54:1. Es gab ein sportgerichtliches Nachspiel, in dem empfindliche Strafen ausgesprochen wurden. Gegen das Urteil der Spruchkammer des Fußballkreises Köln wurden Rechtsmittel eingelegt.
Als letztinstandliches Gericht hat die Bezirksspruchkammer 1 des Fußballverbandes Mittelrhein jetzt entschieden:

Zitat Kölner Stadtanzeiger-Online:

Die sportjuristische Auseinandersetzung um das “Skandalspiel” in der Kölner Kreisliga D mit 55 Toren ist zu Ende. Die Bezirksspruchkammer 1 des Fußball-Verbandes Mittelrhein (FVM) bestätigte am Montagabend in Hennef im Grundsatz die harte Strafe für die DJK Löwe wegen “grob unsportlichen Verhaltens”. Der Kölner Amateur-Club hatte Berufung gegen das Spruchkammer-Urteil vom 7. Juni eingelegt. Diese Instanz hatte die beteiligten Fußballer der zweiten DJK-Mannschaft für ein Jahr gesperrt, den Club mit einer Geldstrafe belegt sowie dessen erste Mannschaft mit dem Zwangsabstieg aus der
Kreisliga C bestraft.

Der Einspruch der DJK Löwe war aber teilweise erfolgreich: Die erste Mannschaft wird nicht zurückgestuft, der Zweitbesetzung des Vereins werden zum Ende der Saison 2008/2009 keine Punkte abgezogen, der geschädigte Club Germania Nippes II wird nicht in die Kreisliga C eingegliedert. Doch der DJK Löwe wurde zur Auflage gemacht, bis 31. Oktober 2008 2000 Euro an Germania Nippes zu zahlen. Damit soll der Schaden in Höhe der Spielbetriebs-Aufwendungen für eine Saison gutgemacht werden. Einen Gang der DJK Löwe vor die ordentliche Gerichtsbarkeit schloss der Fußball-Verband Mittelrhein aus.

37 Tore Differenz wettgemacht

Der zweiten Löwe-Mannschaft war vorgeworfen worden, am letzten Spieltag 2007/2008 absichtlich hoch mit 1:54 gegen den SV Rheinkassel-Langel II verloren und damit dessen Aufstieg maßgeblich beeinflusst zu haben. Leidtragender dieser Partie war Nippes II. Dieses Team hatte trotz eines Vorsprungs von zuvor 37 Toren am letzten Spieltag noch den Aufstieg verpasst. Dank des Kantersiegs war das punktgleiche Team von Rheinkassel-Langel II in der Tabelle noch an Nippes vorbei gezogen.

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18. Juli 2008

Papst unfehlbar

Am 18. Juli 1870 verkündete Papst Pius IX. auf dem Ersten Vatikanischen Konzil (»Vaticanum I«, 8. Dezember 1869 – 20. Oktober 1870), das Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes. Die vom Papst als Amtsperson verkündeten Entscheidungen in Glaubens- und Sittenfragen werden dadurch als unfehlbar und unabänderlich angesehen.
Es reizt mich außerordentlich, dieses Ereignis zu kommentieren. Doch bleibe ich meinem Grundsatz treu, mich bei Religionsfragen und parteipolitischen Ausführungen zu enthalten. Beides sind Weltanschauungen, bei denen man durchaus unterschiedlicher Meinung sein kann. Beides sind Konfliktpotenziale, die schon viel Unheil in diese Welt getragen haben. Soll sich jeder seine eigene Meinung bilden und keiner sollte sich anmaßen, den Mitmenschen zu “bekehren”.

Stattdessen möchte ich auf das Kalenderblatt der Deutschen Welle vom heutigen Tage verweisen:

18.7.1870: Papst unfehlbar

Für alle normalen Menschen ist “Unfehlbarkeit” ein gewaltiges Wort. Nur allzu gut weiß wohl jeder um seine kleinen Fehler und großen Schwächen. Beim Papst ist das ganz anders – natürlich. Doch der oberste Hirte der katholischen Kirche als ein Übermensch, sündenlos und allwissend? In bestimmten Situationen schon, sagen die Bischöfe:

“Wenn der römische Bischof in höchster Lehrgewalt spricht, das heißt, wenn er seines Amtes als Hirte und Lehrer aller Christen waltend in höchster apostolischer Amtsgewalt endgültig entscheidet, (…) so besitzt er aufgrund des göttlichen Beistandes, der ihm im heiligen Petrus verheißen ist, jene Unfehlbarkeit, mit der der göttliche Erlöser seine Kirche bei endgültigen Entscheidungen in Glaubens- und Sittenlehren ausgerüstet haben wollte.” ( weiter … )

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Offenes WLan – Rentner verurteilt

Filed under: Allgemein — riwer @ 10:31
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Das Landgericht Düsseldorf hat einen Rentner verurteilt, weil er seinen WLan Router nicht verschlüsselt hat und somit Fremden die Möglichkeit gegeben hat, illegale Praktiken über und mit dem Internet durchzuführen. In meinem Blog Offenes WLan habe ich die Problematik eines unverschlüsselten WLans schon einmal angesprochen. Gerichte vertreten immer mehr die Ansicht, dass Betreiber von Funknetzen (dazu gehören WLan Router) für die Sicherheit, sprich: Verschlüsselung, selbst verantwortlich sind, ansonsten können sie für Schäden, die über ein offenes WLan verursacht werden, in die Verantwortung genommen werden.
Ich meine, die Richter urteilen richtig! Man verläßt ja auch nicht seine Wohnung, ohne die Tür zu schließen und zu sichern.

Hier der Artikel von n-tv online:

Freitag, 18. Juli 2008
Rentner veruteilt
WLAN-Nutzung durch andere

Wenn ein Computernutzer sein WLAN-Netzwerk nicht richtig absichert, kann er im Extremfall sogar Ärger mit der Justiz bekommen. Das hat ein Mann zu spüren bekommen, der vom Düsseldorfer Landgericht wegen Musik-Piraterie verurteilt wurde (unter anderem Az.: 12 O 195/08). Ob der Rentner selbst die Straftat begangen hat oder jemand in seine ungesicherte WLAN-Verbindung eingedrungen ist, sei unerheblich, urteilten die Richter. Der Nutzer trägt in jedem Fall die Verantwortung für seinen Anschluss. ( weiter … )

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4. Juli 2008

Herzlichen Glückwunsch !!!

Heute vor 50 Jahren haben sich zwei liebe Freunde von mir das Ja-Wort gegeben. Ich schätze sie sehr und ich freue mich, dass ich mich zu ihrem Freundeskreis zählen darf. Von dieser Stelle:

Herzlichen Glückwunsch

50-Jahre

zur Goldenen Hochzeit!

Als sie damals geheiratet haben, war Theodor Heuss Bundespräsident. Es war die Zeit des viel gepriesenen Wirtschaftswunder. VW-Käfer, DKWs und Borgwards rollten über Deutschlands Straßen, zu Hause gab es gemeinsame Fernsehabende mit den Nachbarn, und wer es sich leisten konnte, fuhr in den Ferien an die Adria. Lang, lang ist’s her.

Beide sind noch sehr mobil und stecken voller Tatendrang. Mögen sie noch lange ihre Vitalität behalten und noch viele, viele gemeinsame Jahre zusammen haben.

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2. Juli 2008

Militärschlag gegen den Iran?

Atompilz Es sieht nicht gut aus im Nahen Osten. Diplomaten und Militärs rechnen noch in diesem Jahr mit einem Militärschlag Israels gegen den Iran. Es gebt um die iranischen Atomanlagen, deren militärische Nutzung (Kernspaltmaterial zur Herstellung einer Atombombe) der Iran bestreitet. Die Kontrolle durch eine zivile Organisation wird verweigert. Israel fühlt sich durch den Iran massiv bedroht, weil Israel in Reichweite eventueller iranischer Atomraketen liegt.

Von der Weltöffentlichkeit ziemlich unbemerkt hat die israelische Luftwaffe im September letzten Jahres eine mutmaßliche Atom-Aufbereitungsanlage in Syrien fast vollständig zerstört. Dieser “Angriff” wurde von der Weltpresse kaum erwähnt, wenn überhaupt war es nur ein paar Zeilen wert.

Im Mai diesen Jahres hat das israelische Militär mit den amerikanischen Streitkräften im östlichen Mittelmeer umfangreiche Militäraktionen durchgeführt. Uns wird erzählt, es handelt sich um eine “normale” Übung. Ist dem zu trauen? War das nicht etwa eine Übung für den zu erwartenden israelischen Militärschlag? Ein sicheres Indiz könnte auch der ständig steigende Ölpreis sein.

Neue Befürchtungen liefern Aussagen des amerikanischen Präsidenten Georg W. Bush, der nach wie vor sich alle Optionen offen hält, den Iran militärisch zu attacktieren, obwohl er betont, dass eine diplomatische Lösung an erster Stelle stehen würde.

Weiterführende Informationen gibt Euch dieser Artikel von n-tv:

Mittwoch, 2. Juli 2008
Säbelrasseln gegen Iran?
Bush bleibt sich treu

Im Atomstreit mit dem Iran sind nach den Worten von US-Präsident George W. Bush weiterhin alle Optionen offen. Eine diplomatische Lösung stehe jedoch an erster Stelle, sagte Bush in Washington. Ein möglicher Militärschlag der USA oder Israels hat den Ölpreis auf immer neue Rekordhöhen getrieben.

(Hier geht es weiter …… )

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RRP in NRW

In meinem Blog habe ich von einer neuen Partei berichtet, die Rentnerinnen und Rentner Partei, kurz RRP. Seit dem 26. Mai 2008 gibt es jetzt einen Landesverband NRW dieser Partei. Schon nach gut einem Monat konnte das 1000. Mitglied begrüßt werden. Langsam aber sicher wird diese Partei bundespolitisch eine Rolle spielen und ich kann mir vorstellen, dass bei der nächsten Bundestagswahl, im September 2009, diese Partei landesweit antreten wird.

Vorgesehen ist in den nächsten Wochen, die Gründung der Bezirksverbände Köln, Düsseldorf, Münster, und Detmold (Ostwestfalen-Lippe).

Im Regierungsbezirk Arnsberg ist in absehbarer Zeit ebenfalls, die Gründung des Bezirksverbandes der Rentnerinnen und Rentner Partei vorgesehen. Ihr Ansprechpartner ist Herr Hasso Simon, 58540 Meinerzhagen, Tel. 02358-790522 oder Fax-Nr. 02358-790517.

Die Rentnerinnen und Rentner Partei ist inzwischen in den Bundesländern, Bayer, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen vertreten und erfreut sich einer ständig, wachsenden Mitgliederzahl.

Laut eigenen Angaben auf der Homepage geht es der RRP darum, die “Benachteiligung und Diskriminierung der Rentnerinnen und Rentner” zu unterbinden. Nach “3 Jahre Nullrunden” und “eine lächerliche Rentenerhöhung von 0,54 Prozent” im Juli diesen Jahres, reicht es jetzt. Die RRP fordert, “dass die Renten in Zukunft zumindest in Höhe des Inflationsausgleichs erhöht werden“. Diese Forderung ist nur ein Teilaspekt ihres Programmes, deren programmatische Hauptpunkte die “Politik für ein soziales Deutschland“, die Festschreibung der “Sozialversicherungssysteme” und die “Zukunftssicherung” sind.

Ich denke, die Partei spricht mit ihrem Programm vielen älteren Mitmenschen aus dem Herzen. Doch um politischen Erfolg zu haben, ist bloße Sympathie kein hilfreiches Mittel. Aktive Mitarbeit und auch die Mitgliedschaft in dieser Partei ist notwendig, um erfolgreich zu sein und es muss auch einiges finanziert werden.
Wenn man aus dem Misserfolg der Partei “Die Grauen – Graue Panther” gelernt hat und diese Fehler von vornherein abstellt, dürfte einem erfolgreichen Neuanfang nichts im Wege stehen.
Da ich mich selbst zu der von der Partei RRP angesprochenen Personengruppe zähle, werde auch ich versuchen aktiv mitzuarbeiten und eine Mitgliedschaft anstreben. Von Zeit zu Zeit werde ich hier an dieser Stelle von dem Werden der neuen Partei berichten und vielleicht andere inspirieren, es mir gleichzutun.

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1. Juli 2008

Postleitzahlen

Erinnert Ihr Euch noch? Heute vor 15 Jahren wurde in Deutschland das Postleitzahlensystem umgestellt. Diese Umstellung hat damals für viel Wirbel gesorgt. Statt einer vierstelligen Zahl musste man sich eine bis heute gültige fünfstellige Postleitzahl (PLZ)merken. Was die Post einen historischen Moment nannte, war für viele ein absehbares, katastrophales Chaos.
Die Wiedervereinigung machte diese Umstellung notwendig. Auch die frühere DDR hatte ihr eigenes Postleitzahlensystem und so gab es für eine Postleitzahl zwei unterschiedliche Adressbezeichnungen. Ein zweiter Grund war die differenziertere Unterteilung von Stadtbezirken und Straßen. Die Briefsortierung sollte automatisiert werden und mit den künftigen Briefverteilzentren sollte Zeit und Personal eingespart werden.
70 Millionen Briefe werden täglich befördert und mit Briefsortiermaschinen auf den richtigen Weg gebracht. Sie können stündlich 36000 Stück, anhand der fünstelligen Postleitzahl, eindeutig zuordnen.
1961 hatte die Bundesrepublik als erstes Land ein Briefsortiersystem mit Hilfe von vierstelligen Postleitzahlen eingeführt. Viele Ländern kopierten das System, 1963 die USA und 1964 die damalige DDR.
Das Briefe schreiben verzeichnet heute rückläufige Zahlen. Mehr und mehr nimmt das Versenden von E-Mails zu. Es ist ja so viel bequemer und spart Kosten und Zeit. Der gute alte handgeschriebene Brief ist aus der Mode gekommen, obwohl er viel persönlicher war.

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