R I W E R – Blog eines Seniors

5. März 2008

TRS-80 von TANDY

Der Nascom I Computer war mein erster Einstieg in dem Bereich Personal Computer, soweit man von einem Einplatinen Computer schon von einem Personal Computer sprechen kann. Er kam als Bausatz und man musste schon wissen, wie man mit einem Lötkolben umgeht. Ziemlich schnell schon stieß ich mit meinen Wünschen, bzgl. der Möglichkeiten, die sich mir boten, an die Grenzen. Also musste ein besserer Computer her.

trs80-model-i.jpg1978 wurde sehr stark für drei Fertigcomputer in der Fachpresse geworben, dem PET 2001 von Commodore, dem TRS-80 von Tandy und dem Apple II. PET und Apple benutzten als Mikroprozessor den 6502 von MOS Technology und der TRS-80 den Z80 von Zilog.

Da ich durch den Nascom I mit der Z80 CPU vorbelastet war, entschied ich mich für den TRS-80. Mittlerweile war ich mit der Maschinen- Programmierung des Z80 so vertraut – alle 920 OP-Codes kannte ich auswendig -, dass mir kaum eine andere Wahl blieb.

Der TRS-80 bot mir in meiner Leidenschaft zum Amateurfunk neue Möglichkeiten. Eine meiner beliebtesten Betriebsarten war RTTY (Radio Teletype), für die Nicht- Eingeweihten: Funkfernschreiben (Telex) für den Heimgebrauch. Auf einer Telex-Maschine empfing man Rundschreiben oder man unterhielt sich per Tastatur mit einem Partner, den heutigen Chats vergleichbar, nur mit wesentlich mehr Aufwand und nur für den kleinen Kreis der Amateurfunker. Da die Telex-Maschinen doch sehr klobig und unförmig waren, es handelte sich hier um ausgemusterte Geräte der Deutschen Bundespost, kam schnell die Idee, den RTTY Betrieb mit einem Computer zu realisieren. Erste Programme waren schnell geschrieben und man konnte den empfangenen Text auf dem Bildschirm als Klarschrift lesen. Ich selbst entwickelte ein Programm, mit dem man den empfangenen Text lesen und gleichzeitig eine Antwort schreiben konnte, die ebenfalls auf dem Bildschirm sichtbar war (Split-Screen) und nach dem Empfang sofort versendet werden konnte. Ein erstes und echtes Multitasking. Als nächstes Programm folgte ein CW (Morse) Dekodierprogramm. Die Töne der Morsezeichen wurden als lesbare Klarschrift auf dem Bildschirm angezeigt und auch das Vorschreiben war wie beim RTTY Programm möglich.

trs80-model-iii.gifDurch die Popularität des TRS-80 wurden auch kommerzielle Programme angeboten. Als passionierter Schachspieler ist mir das SARGON Schachspiel noch in Erinnerung. Als Betriebssystem hatte sich CP/M etabliert. Es kam mit wenig Speicher aus und WORDSTAR hieß meine erste Textverarbeitung.

Auch die Firma Tandy war nicht untätig. Auf Grund des Erfolges Ihres ersten Computers TRS-80 Model I kam gut zwei Jahre später ein Nachfolger auf den Markt, der TRS-80 Model III. Das Model II war ein Portable Computer. War man zur Datenspeicherung beim Model I noch auf einen Kassettenrecorder angewiesen, so war das Model III ein Kompaktmodell und die Speichermedien, 51/4″ Diskettenlaufwerke mit einer Kapazität von 156 KB (Singlesided) waren im Gehäuse eingebaut. Der Verkaufserfolg des Modells war nicht mehr so gewaltig, weil immer mehr Firmen auf den Zug des Personal Computers aufgesprungen waren.

27. Februar 2008

Nascom 1 – Z80 Single Board Computer

Einsortiert unter: Computergeschichte — riwer @ 23:16
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Schon in meiner Kindheit habe ich mich für die elektrische Technik interessiert. Mit 12 oder 13 Jahren baute ich aus 2 oder 3 defekten Radios, die ich auf dem Sperrmüll fand, einen funktionstüchtigen Empfänger zusammen. So ist es auch kein Wunder, dass die Radio- und Fernsehtechnik meine Profession wurde.
Mitte der 70er Jahre war der CB-Funk (Citizen-Band) groß in Mode. Ein mobiler Sprechfunk im 27 MHz Bereich mit kleiner, minimaler Leistung, das normalerweise einen Kontakt über ein paar Kilometer zu ließ. Als Technikfreak war ich natürlich interessiert, mehr Leistung aus dem mobilen Gerät herauszuholen, um die Reichweite zu erhöhen. Mit ein paar Manipulationen, einer stationären Antenne und einen Sonnenflecken-Maximum konnte ich Reichweiten und Kontakte nach Südamerika, Afrika und Südeuropa erreichen.
Diese Manipulationen am Gerät waren ungesetzlich und da ich nicht im rechtlosen Raum leben wollte, schloss ich mich einer Funkamateurgruppe an, machte die erforderliche Amateurfunkprüfung (mit CW – auch Klopfzeichen oder Morsen genannt) und wurde Mitglied im DARC (Deutscher-Amateur-Radio-Club). Jetzt war es möglich mit den Geräten des Amateurfunks weltweite Verbindungen legal herzustellen. Zustande gekommene Kontakte bestätigte man sich mit einer QSL-Karte, auf der das Datum der Verbindung, die Uhrzeit, die Frequenz, die Modulationsart und die Empfangsbedingungen festgehalten wurden.
Mein Funkamateurclub beschäftigte sich auch mit der gerade neu aufkommenden Technik des Personal- Computers. Mein erster Computer war ein NASCOM 1, ein Einplatinen- Computer mit Tastatur und der Anschlussmöglichkeit eines Video-Monitors.

Sehr interessant ist auch die technische Spezifikationen, im Verhältnis zu den heutigen Computern und das ist gerade mal 30 Jahre her. Informationen unter http://www.old-computers.com/museum/computer.asp?c=814.

NAME Nascom 1
MANUFACTURER Lucas
TYPE Home Computer
ORIGIN United Kingdom
YEAR 1978
BUILT IN LANGUAGE Monitor
KEYBOARD Full stroke 47 keys
CPU Z80
SPEED 1 or 2 MHz.
CO-PROCESSOR None
RAM 1 KB
VRAM 1 KB
ROM 1 or 2 KB
TEXT MODES 48 chars. x 16 lines
GRAPHIC MODES None
COLORS Monochrome
SOUND Unknown
SIZE / WEIGHT 30.5 (L) x 19.2 (W) cm. (8 x 12 in)
I/O PORTS TV-UHF video interface, selectable serial port (Tape recorder or RS232 or Teletype current loop)
BUILT IN MEDIA Cassette tape
OS Monitor in ROM
POWER SUPPLY Separate power supply unit (sold as option)
PERIPHERALS Memory boards and various I/O interfaces
PRICE £199 in kit form

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