R I W E R – Blog eines Seniors

12. März 2008

Knoppix 5.3

knoppix53.jpgSo, zwischenzeitlich konnte ich mich etwas intensiver mit dem neuen Linux Knoppix 5.3 beschäftigen. Über die Installation der LiveCD habe ich mich vor ein paar Tagen hier schon ausgelassen. In diesem Zusammenhang tauchte die Frage auf, wie das Abspeichern von nachträglich installierten Programmen, persönliche Einstellungen sowie im Home-Verzeichnis gespeicherte Daten möglich ist.
Die LiveCD auf DVD bringt etwa 4,2GB mit sich, mit einer Unmenge an Programmen und Zusätzen, wie etwa Adriane (eine Knoppixerweiterung für Blinde), die virtuelle Software VirtualBox, mit der es Möglich ist, ähnlich wie VMware, Windows unter Linux laufen zu lassen, usw. Installiert man Knoppix auf einer Festplatte, also keine „Poor Mans Installation„, belegt die Installation über 12 GB, also Grund genug, nur die Poor Mans Installation zu nehmen, die natürlich dann auch ein paar Einschränkungen mit sich bringt.

Ruft man Knoppix aus einer „Poor Mans Installation“ auf, wird die gesamte Partitionen, auf der sich Knoppix befindet, blockiert, d.h., sie ist nur lesbar und nicht beschreibbar. Deshalb ist es sinnvoll, Knoppix und andere Linux LiveCD Applikationen eine eigene Partition von 5 – 7 GB zu spendieren. Bei maximal 4 Partitionen pro Festplatte schon eine kleine Zumutung, aber so blockiert man sich keine großen Partitionen von einigen zig GB.

In der neuesten Version von Knoppix ist eine neue Schwierigkeit hinzugekommen, wo man vielleicht der erhöhten Sicherheit Rechnung getragen hat. Zum Abspeichern (wie oben erwähnt) wird das Tool „Permanentes Knoppix-Image einrichten“ verwendet (im Knoppix-Menü unter Konfiguration). In den alten Versionen von Knoppix konnte man diese Datei auf FAT oder FAT32 Partitionen einrichten, ohne jede Einschränkung. Jetzt ist das speichern dieser Image-Datei nur noch in eine ext3 Partition möglich. Für mich, als Windows-Freak (nur NTFS und FAT32 Formatierungen), eine große Einschränkung. Ich muss nun noch eine ext3 Partition von der Größe dieser Image-Datei anlegen.

Bisher habe ich meine 160GB Festplatte unter Windows in drei Partitionen unterteilt: 1. 20GB Bootpartition für Windows mit NTFS formatiert, 2. 80GB Datenpartition mit FAT32 formatiert und 3. 60GB für sonstiges mit FAT32 formatiert.
Mit Knoppix 5.3 und Ubuntu 7.10 sieht meine Festplatte jetzt folgendermaßen aus: 1. 20GB Bootpartition für Windows mit NTFS formatiert, 2. 130GB Datenpartition mit FAT32 formatiert, 7GB für Knoppix und Ubuntu mit FAT32 formatiert und 4. 3GB für die Image-Datei für Knoppix mit ext3 formatiert.

Für Sonstiges und Spielereien werde ich mir jetzt noch eine 2. externe Festplatte anschaffen. Vielleicht weiß aber jemand von den Lesern einen Rat, wie man die Sache mit Knoppix und der Image Datei anders händeln kann? Für Informationen und den Erfahrungen Anderer bin ich immer offen !!!

Advertisements

4 Kommentare »

  1. Ich kann jetzt keine direkten Erfahrungen einbringen, möchte aber ein paar Worte dazu sagen.
    Wie ich schon bemerkte, habe ich eine der älteren Knoppix-Versionen und dort konnte man wie du schon schriebst, einfach in einem Windows-Verzeichnis das Image ablegen. Um das zu starten, war eine Diskette erforderlich, auf der die Einstellungen und ein Start für das Image war.
    Knoppix ist aber als „Rettungs-CD“ konzipiert. In der damaligen Version schrieb der Autor aber, dass es möglich wäre, daraus eine vollwertige Debian-Installation zu machen. Habe ich aber nie versucht…
    Man konnte damals (wie sich das anhört… ist noch garnicht so lange her 🙂 ) die Festplatte, die per Default gegen Schreibzugriffe gesperrt war, aber beschreibbar machen !
    Ich wollte aber eine vollwertige Linux-Installation haben und deswegen habe ich mir die openSuse-Version besorgt. Diese Bastelei mit dem Umbau einer „Rettungs-CD“ zu einer vollwertigen Linux-Installation war mir zu aufwendig !
    Deswegen habe ich jetzt auch drei Partitionen. Einmal NTFS für Windows XP, FAT32 für die Daten und ext3 für Linux.
    Ich wollte umsteigen und Linux verwenden. Leider macht mir die Hardware einen Strich durch die Rechnung, weil ich den Internet-Zugang per DSL nicht eingerichtet kriege. Mit Modem funktioniert es, aber DAS ist nicht Sinn der Sache.
    Ich habe fertig… 🙂

    Kommentar von Gucky — 12. März 2008 @ 20:19

  2. Es ist richtig, Knoppix war einmal als Rettungs-CD konzepiert. Man kann es aber auch zum vollwertigen Linux System machen. Man startet die LiveCD, ruft ein Terminal auf, wechselt mit „sudo su“ in das Root-Verzeichnis und gibt zum Installieren „knoppix-installer“ ein. Dann folgt man den Voreinstellungen. Wenn haben fertig, Knoppix Flasche voll. Dann hat Knoppix keine Einschränkungen mehr, alle Schreib- Lese-Rechte sind aktiviert und eine Image-Datei ist dann auch nicht mehr nötig.

    Kommentar von RIWER — 12. März 2008 @ 21:56

  3. 130 GB mit FAT32? Das geht?

    Kommentar von JKE — 19. März 2008 @ 3:36

  4. FAT32 hat ungeahnte Potentiale. Die Partitionsgröße ist auf 8 TiB begrenzt (siehe Wikipedia). Microsoft selbst hat die Partitionierung unter Windows 2000 und XP auf 32 GB begrenzt, kann aber darüber hinausgehende Größen problemlos lesen und schreiben. Die Redmonder haben für große Partitionen NTFS erdacht. Übrigens auch Linux kann damit umgehen.
    Die Größe einer einzelnen Datei ist aber begrenzt, sie liegt bei 4 GB.

    Kommentar von RIWER — 19. März 2008 @ 7:49


RSS feed for comments on this post. TrackBack URI

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: