R I W E R – Blog eines Seniors

10. Juni 2008

Tea Time

Filed under: Reisen — riwer @ 9:45
Tags: , , , , ,

Nach dem Besuch der „großen Steine„, auch Stonehenge genannt, ging es weiter auf der A303 nach Exeter und von dort auf der A38 nach Ashburton, am südlichen Rand des Dartmoor. Hier haben wir die Schnellstraße verlassen, weil wir uns orientieren wollten. Unsere englischen Freunde übernahmen, aus naheliegenden Gründen, die Suche nach einem Hotel. Im Tourist Office von Ashburton wurde uns ein Hotel mitten im Dartmoor angeboten, das Hotel „Two Bridges„. Es wurde dort angerufen und tatsächlich stellte sich heraus, dass noch Zimmer frei wären.
Wie mir mein englischer Freund später mitteilte und diese Worte hörte ich schon, als er mit dem Hotel telefonierte, sind die „Sesam öffne Dich„- Worte für einen speziellen Preis die Worte „sharpe the pencil„. Ich hatte das Gefühl, dass nicht allein diese Worte den Ausschlag für den halben offiziellen Preis gaben, sondern auch der Umstand, dass er Engländer ist und kein Tourist „from the continent„. Wie auch immer, bei diesem Preis wurde zugesagt.
Weil es „Tea Time“ war, erkundigte sich mein Freund beim Tourist Manager nach einem Cafe in Ashbuton. Stellt Euch vor, auch hier konnte er uns eins empfehlen. An der Hauptstraße im Ort, in einem von außen nicht erkennbaren Café (einzig ein kleines Schild wies darauf hin), kamen wir durch einen Flur in das Café, wenn man es überhaupt, nach deutschem Standard, so bezeichnen kann. Nur wenige Tische und Stühle, aber urgemütlich und englische Atmosphäre. Da es ziemlich warm war, bevorzugten wir den Garten auf der Rückseite des Hauses.
Auf Empfehlung der Hausdame bestellten wir alle Vier „Cream Tea„. Was wir dann bekamen, hatte ich trotz meiner vielen Reisen nach England noch nie zuvor bekommen, ein Gedicht, ein Traum, ein Genuss von einem „Cream Tea„. Weil nun mal Tee dazu gehört, wurde dieser mit drei verschiedenen Sorten Zucker serviert, dazu „Cream„, keine Sahne, sah zwar so aus – aber geschmacklich viel besser – dickflüssiger und geschmackvoller, dazu „Cake„, ein kleiner Kuchen für eine Person mit eingeschlossenen Rosinen, dazu eine Erdbeermarmelade und noch eine Marmelade, deren Konsistenz ich nicht herausfand. Ich war „im siebten Himmel“ der Gaumenfreude. Unbeschreiblich, man muss es selbst gekostet haben, um die Sinnlichkeit und den Genuss dieser Speise verstehen zu können. Jetzt verstehe ich die Engländer, wenn sie so verbissen auf ihrem „Cream Tea“ bestehen.
Auf unsere Frage, wie lange man nach „Two Bridges“ bräuchte, wurden uns 10 – 15 Autominuten in Aussicht gestellt. Um es kurz zu machen, die Fahrt dauerte fast eine Stunde, was auch gar nicht schneller ging, angesichts der engen Sträßchen im Dartmoor, die links und rechts von mannshohen Büschen begrenzt wurden.

Technorati-Tags: ,,,,,

Advertisements

Schreibe einen Kommentar »

Es gibt noch keine Kommentare.

RSS feed for comments on this post. TrackBack URI

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: