R I W E R – Blog eines Seniors

30. Juni 2008

Tintagel (Cornwall)

Unser letzter Ausflug ging nach Tintagel an der Atlantkküste, bevor wir am anderen Tag Two Bridges Hotel für die Heimfahrt wieder verlassen mussten. Auch Tintagel hatten wir bereits vor 35 Jahren einmal besucht und waren sehr gespannt auf die touristischen Veränderungen. Von unserem Hotel im Dartmoor ist Tintagel etwa 40 Miles (ca. 70 KM) entfernt und wir brauchten für diese Strecke fast zwei Stunden, da fast nur enge Landstraßen zu unserem Ziel führen. Tintagel besteht aus einem kleinen Ort, mit einem vorgelagerten Fels, auf dem die Überreste von „Tintagel Castle“ zu sehen sind, angeblich die Geburtstätte von König Artus, dem berühmten Ritter der Tafelrunde und aus der Geschichte um den heiligen Gral. Dieser Felsen ist nur über eine schmale Landzunge mit dem Festland verbunden und man muss über steile Treppen den Zugang erklimmen. Keine leichte Sache, wie aus dem nebenstehenden Bild zu sehen ist. Trotzdem versuchen sich auch ältere Touristen an diesem Auf- und Abstieg, obwohl sie mitunter nicht „gut zu Fuß“ sind. Die „Pumpe“ hat kräftig zu tun, was ich aus eigener Erfahrung sagen kann. Selbst Tiere und Säuglinge werden mitgenommen. Mitunter versteht man die Unvernunft der Leute nicht. Wenn man dann die Mühsal der Kletterei überstanden hat, hat man die zweifelhafte Freude, auf der Oberfläche des Felsens Reste von Grundmauern zu bewundern. Alle akkurat hergerichtet mit vereinzelten Hinweistafeln, um auf die Historie des Ortes hinzuweisen. Man ist an der Atlantikküste, einer Steilküste, an der immer eine „steife Brise“ weht. Von hier ist Nordamerika nicht mehr weit, wenn man ein guter Schwimmer ist und ein paar tausend Kilometer nichts Besonderes darstellt. Zur Landseite hin hat man einen schönen Blick über eine Schlucht auf das King Arthus Castle Hotel mit dem schönen Namen Camelot. Wer die Seeluft und einen windigen rauhen Urlaub an grandiosen Steilküsten liebt, kommt hier voll auf seine Kosten. Ein Drei-Sterne- Hotel als massiver Ziegelsteinklotz, mitten in die Natur gestellt. Wem das wohl eingefallen ist? Anscheinend kommt es an, denn, wie man auf der Homepage des Hotels erfahren kann, haben schon berühmte Leute der Vergangenheit ihr Haupt auf eines der Betten niedergelegt. Vielleicht ist es ja etwas für den einen oder anderen von Euch, ausführliche Informationen erfahrt ihr über die Links im Text. Der Ort Tintagel selbst ist ein Straßendorf, in den letzten Jahren mächtig für den Touristmus herausgeputzt, mit einigen Übernachtungsmöglichkeiten und vielen kleinen Restaurants. Als wir vor 35 Jahren das erste Mal hier waren, gab es dies alles nicht. Damals gab es das zuvor erwähnte Hotel und zwei Souvenier-Shops. Als ausgewiesene Attraktion gab es, wie auch heute noch, das Old Post Office aus dem 14ten Jahrhundert zu bestaunen. Es gehört in England zum nationalen Kulturerbe. Ein Kleinod, das man über die Jahre aus dem Mittelalter bewahren konnte. Am Nachmittag verließen wir den mystischen und geschichtsträchtigen Ort wieder. Wir fuhren in nördliche Richtung zu dem – hauptsächlich in England – bekannten Badeort Bude, wo wir noch etwas Spezielles zu erledigen hatten. Davon in Kürze mehr, in einem weiteren Blog.

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