R I W E R – Blog eines Seniors

6. April 2009

ABBA – Waterloo

Beim Grand Prix d’Eurovision am 6. April 1974 im englischen Seebad Brigthon ist die britische Sängerin Olivia Newton-John die klare Favoritin. Das ändert sich erst, als ein kleiner Mann namens Sven-Olof Walldoff das Dirigentenpult betritt.

Walldoff ist als Napoleon verkleidet, denn der Song der schwedischen Pop-Gruppe Abba, den er zu dirigieren hat, heißt „Waterloo“. Er handelt von der Ergebenheit der Liebe, die mit der entscheidenden Niederlage des französischen Feldherrn an der belgischen Küste verglichen wird. „Waterloo, ich kam davon wie Napoleon“, heißt es in der deutschen Fassung des Lieds, die Abba nach ihrem überwältigenden Erfolg in Brighton einspielen: „Waterloo, ich gebe auf und komm zu dir. / Waterloo, auch wenn ich dabei mein Herz verlier. /Oh, oh, oh, oh, Waterloo, auch wenn ich dabei mein Herz verlier“.

abba Mit insgesamt 24 Punkten gewinnt Abba den Grand Prix d’Eurovision. Da schadet es auch nichts, dass die Musiker Björn Ulvaeus und Benny Andersson sowie die Sängerinnen Agnetha Fältskog und Anni-Frid Lyngstad etwas unbeholfen auf der Bühne wippen. Bei den Damen mag das an den goldenen und silbernen Plateauschuhen liegen, die kaum Bewegungsfreiheit lassen. Denn im Gegensatz zum Dirigenten trägt die Gruppe keine historische Kostümierung. Vielmehr setzen sie mit blauem Häkelmützchen und Pumphose, Afrolook, Sternengitarre und langem Wallerock bei vielen ihrer Fans modische Maßstäbe. Der Band selbst wird ein solcher Aufzug bald eher peinlich sein. Sie hätten solche Klamotten „nur in den ersten zwei, drei Jahren unserer Karriere getragen“, wird sich Björn Ulvaeus später etwas beschämt erinnern. „Danach haben wir uns besser angezogen.“

Bei der Vorausscheidung zum Grand Prix d’Eurovision 1973 war die Gruppe mit „Ring Ring“ noch ausgeschieden. „Waterloo“ belegt in England und Irland, Norwegen und Finnland, Belgien und Südafrika, der Schweiz und Deutschland Platz eins der Hitparaden. Mit dem Erfolg beginnt eine beispiellose Musikkarriere, die Abba, deren Mitglieder inzwischen miteinander verheiratet sind, mit einfachen Texten, tanzbaren Rhythmen und mehrfach überlagert aufgenommenen Instrumenten fortsetzen. Hits wie „Mamma Mia“ (1975), „Fernado“ (1976), „Take a Chance on Me“ (1978), „Gimme! Gimme! Gimme! (A Man After Midnight)“ (1979) oder „Thank You for the Music“ (1983) folgen.

In den siebziger Jahren trennen sich Agnetha und Björn. Benny und Anni-Frid lassen sich 1982 scheiden. Damit ist das Ende von Abba eingeläutet. Aber die Musik im typischen Abba-Sound lebt weiter. 1999 feiert das Musical „Mamma Mia“ in London Premiere. Bis heute haben sich weltweit rund 370 Millionen Abba-Platten verkauft.

1 Kommentar »

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