R I W E R – Blog eines Seniors

12. Mai 2009

Fourmies – Metz

Am 7. Mai, zur Halbzeit unserer Nord-Frankreich-Rundfahrt, machten wir uns auf, unser nächstes Etappenziel zu erreichen. Nach Tagen “durchwachsenem Aprilwetter”, mit kühlen Temperaturen von max. 15 Grad, verließen wir Fourmies bei strahlendem Sonnenschein. Da wir etwas sehen wollten, vermieden wir die Autobahnen und fuhren auf Landstraßen süd-ostwärts Richtung Metz in Lothringen.

Fourmies-Metz

Hinter der Stadt Sedan wichen wir von der kürzesten Route ab und benutzen die Nationalstraße D 964 Richtung Verdun. Wenn sich die Möglichkeit bot, wollten wir ein oder zwei Soldaten-Friedhöfe des 1. Weltkrieges besuchen.
Rechterhand wurden wir jetzt größtenteils von dem Fluss Maas (franz. Meuse) begleitete, mit der malerischen und farbenprächtigen Natur des Frühlings. Die hügelige Gegend war durchsetzt von satten grünen Wiesen und vielen herrlich gelbfarbenden Feldern, auf denen Raps angebaut war. Hin und wieder führte der Fahrweg durch bewaldetes Gelände.
Im Ort Dun-sur-Meuse sahen wir ein Hinweisschild auf einen amerikanischen Soldaten-Friedhof. Wir folgten der Beschilderung (D 998) und erreichten nach wenigen Kilometern den Ort Romagne-sous-Montfaucon. Am Ortseingang erspähten wir einen kleinen deutschen Sodaten-Friedhof. Außerhalb des Ortes in östlicher Richtung fanden wir den amerikanischen Soldaten-Friedhof. Ein Gelände von enormen Ausmassen, über das ich in einem gesonderten Blog berichten werde.
Nach einem längeren Aufenthalt ging es über Cunel, der D 123 zurück zur Straße nach Verdun (D 964). Zwischen den Orten Consenvoye und Brabant-sur-Meuse fanden wir dann auf der linken Straßenseite einen großen deutschen Soldaten-Friedhof. Auch hierüber mehr in einem der nächsten Blogs. Nach einer knappen Stunde ging des weiter, bis wir am Ortseingang von Bras-sur-Meuse ein Hinweisschild sahen: “L’ossuaire de Douaumont” und “Fort de Douaumont”. Wir bogen ab auf die D 913, immer der Beschilderung nach. Links und rechts dieser Straße fand 1916, im 1. Weltkrieg, die “Schlacht um Verdun” statt. Das Fort de Douaumont, eine ehemals große Befestigungsanlage, wurde zwar von den Deutschen kurzzeitig eingenommen, war aber nur ein Meilenstein in einem mörderischen Krieg, bei dem Millionen Soldaten ihr Leben ließen. Ihnen zu Ehren und zwar allen gefallenen Soldaten im 1. Weltkrieg, ob namentlich bekannt oder als unbekannter Toter, wurde nach dem Krieg von den Franzosen ein Beinhaus errichtet. Auch darüber mehr in einem folgenden Blog. Nach dem Besuch des Beinhauses ging es zügig über die D 603 unserem Tagesziel entgegen.

Am frühen Nachmittag erreichten wir unser Ziel, das Ibis-Hotel, im Herzen Metz, mit Blick auf die Mosel (franz. Moselle) und mit Blick auf die Kathedrale St. Etienne (Stephansdom) in der Altstadt von Metz. Eine interessante und eindrucksvolle Fahrt über 270 Kilometer bei schönsten Sommerwetter (22 Grad) war zu Ende.

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