R I W E R – Blog eines Seniors

2. Juni 2009

Daum schmeißt hin

Christoph Daum Ich hatte es im Geheimen befürchtet, hatte es vor 10 Tagen auch schon mal einem Bekannten gegenüber gesagt, wollte es aber nicht wahrhaben und jetzt ist es amtlich: Die Ära Christoph Daum beim 1. FC Köln als Trainer ist beendet. Daum geht für 2,5 Millionen netto zu seinem Ex-Verein Fenerbahce Istanbul, den er schon einmal von 2003 bis 2006 trainiert hat und mit dem er zwei Mal türkischer Meister wurde.

FC-Koeln Wo liegen die Ursachen, wer trägt die Schuld an diesem plötzlichen Wechsel? Daum hatte beim 1. FC Köln einen Vertrag ausgehandelt, der ihm einen Ausstieg ohne Gründe zum 31. Mai garantiert. Wenn auch auf der letzten Minute, so hat er sich doch vertragsgemäß gehandelt. Die Schuld für diese dubiose Ausstiegsklausel trägt der Manager Michael Meier. Wenn ich langfristiges mit einem Trainer vorhabe, dann kann ich mir doch diese Klause nicht diktieren lassen. Daum war der bessere Verhandlungspartner und konnte 2006, als er das Traineramt antrat, vom FC Köln fast alles fordern.
Ein weiterer Grund dürfte die Verpflichtung von Lukas Podolski gewesen sein. Daum sah diesem Wechsel mit gemischten Gefühlen entgegen, musste sich aber fügen, der Druck der Öffentlichkeit und der Fans war zu groß, selbst der Verein konnte letztendlich nicht anders. Daum forderte mehr Geld zur Verpflichtung von herausragenden Spielern, dem der Verein und Manager Meier nur halbherzig entgegen kam, bzw. das verweigert wurde. Vielleicht sah Daum auch schon die Mittelmäßigkeit und den baldigen Wiederabstieg, wenn man sich nicht personell verstärken würde.
Und letztendlich dürfte das Trainergehalt eine Rolle gespielt haben. Beim FC Köln soll Daum angeblich 2,5 Millionen Euro brutto erhalten haben, beim Istanbuler Verein bekommt er 3,5 Millionen netto.

Wie dem auch sei, Christoph Daum ist und bleibt eine schillernde Figur, die immer wieder für Überraschungen gut ist. Ohne Zweifel und unbestritten hat der 1. FC Köln ihm einiges zu verdanken, den Wiederaufstieg zur Erstklassigkeit und das Verbleiben im Mittelfeld der 1. Bundesliga. Daum ist 55 Jahre alt. Ihm bleiben noch einige Jahre als gefragter Erfolgstrainer. Gönnen wir es ihm. Der 1. FC Köln wird aus diesem Wechsel auch seine Lehren ziehen. Zu hoffen bleibt, dass der zukünftige neue Trainer dort weitermacht, wo Daum aufgehört hat, vor allen Dingen, dass nicht wieder um den Abstieg gezittert werden muss.

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