R I W E R – Blog eines Seniors

10. Juni 2009

Telefonkette

Filed under: Surf-Tipp — riwer @ 7:00
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Mitunter kommt man im Leben in die Verlegenheit, mehreren Mitmenschen die gleiche Nachricht zukommen zu lassen. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, dass man Verwandte über ein Ereignis innerhalb der Familie informieren muss, dass ein Teamleader seine Mitarbeiter etwas mitzuteilen hat oder dass Schüler oder Eltern Bescheid wissen müssen über eine Änderung der Ferienfahrt. In jeden Fall muss kurzfristig mit anderen Gleichgesinnten Kontakt aufgenommen werden.

Auf der Webseite Telefonkette.de legen sich Schulklassen, aber auch Vereine, Firmen oder Freunde schnell eine Telefonliste im Internet an. Wenn man über eine kostenfreie 0800-Telefonnummer Ansagen auf ein Band spricht, ruft der Online-Dienst umgehend alle Teilnehmer der Liste an. Wie gesagt, es ist ein Dienst und damit auch nicht ganz kostenfrei. Es kostet ab 4 Cent pro Minute ins Festnetz oder 20 Cent pro Minute in Mobilnetze, also nur unwesentlich teurer als im Normalfall, es sei denn man hat eine Flatrate. Bezahlt wird Telefonkette.de von einem Prepaid-Konto.

Telefonkette

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18. März 2009

Radio hören im Web

Filed under: Hard- Software — riwer @ 8:00
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RadioSureGehören sie auch zu den Web-Usern, die beim Surfen oder Arbeiten am Computer im Hintergrund gern Musik laufen lassen? Bei Manchem ist es das gute alte “Dampfradio”. Wer ökonomisch denkt, verzichtet auf den zusätzlichen Stromverbrauch und nutzt ein Programm aus dem Internet. Fast jeder Rundfunk-Sender ist heute auch mit einem Live-Stream im Internet zu hören.

Ich habe mehrere verschiedene Programme ausprobiert, meistens solche, die man vielseitig konfigurieren kann, also auf seine Bedürfnisse anpassen kann. Jetzt bin ich mal wieder fündig geworden. Hier finden sie ein Programm, das 12000 Sender weltweit für Sie zum Abruf bereit hält, darunter fast 800 deutschsprachige Sender. Nicht nur das Programm kann man sich automatisch updaten lassen, auch die Senderliste wird ständig aktualisiert oder kann selbst von Hand verändert werden. Hinzu kommt, dass man einzelne Sendungen auch Aufzeichnen kann, in Stereo und erstklassigem Klang. In einer Favoritenliste kann meine seine Lieblingssender abspeichern.
Das Programm gibt es in einer installierbaren Version und in einer portablen Version.Im Betrieb bleibt kein Icon auf der Taskleiste stehen. Ein kleines Icon versteckt sich rechts unten auf der Taskleiste, links neben der Uhr, wo die im Hintergrund laufenden Programme angezeigt werden. Fast alles ist selbsterklärend und schnell zu begreifen. Einfach mal ausprobieren – Musikgenuss pur!

26. Juni 2008

Cyberkrieg

Ohne das es von der Öffentlichkeit so richtig wahrgenommen wurde, fand in den letzten Monaten, hier in Europa, ein Krieg statt, bei dem kein Schuss fiel, kein Panzer rollte und keine sichtbaren Zerstörungen angerichtet worden sind. Es wurde ein Land angegriffen und seiner Wirtschaft schweren Schaden zugefügt. Mittels des Internets war es feindlichen Angriffen ausgesetzt.
Estland war in einem „Cyberkrieg“ verwickelt.
Der Hightech-Staat wurde durch die elektronischen Angriffe in seinen Gesellschaftsfunktionen dermaßen gelähmt, dass man von einem „Terrorakt“ sprechen kann. Die Ziele der Angriffe waren dieselben, die auch bei einem realen Angriff in Mitleidenschaft gezogen würden: Regierungsstellen, Banken, Medien und die Industrie. Auch Krankenhäuser und Zieleinrichtungen waren betroffen, eine „Terrorattacke„, die Furcht und Chaos auslösen sollte.
Was war der Anlass? Man nimmt an, dass der Beschluss der estnischen Regierung, ein umstrittenes sowjetisches Soldatendenkmal aus der Stadtmitte von Tallinn zu entfernen, der Auslöser war. Die russischsprachige Minderheit und die russische Politik mischte sich in die Angelegenheit ein. Es kam zu schweren Krawallen. Die Nachrichtenmedien auf der ganzen Welt haben Ende April diesen Jahres darüber berichtet. Die Proteste dehnten sich auch auf das Internet aus. Es kam zu einer massiven Datenüberlastung, der sogenannten „distributed denial of serviceAttacke: Wenn eine große Anzahl von Computern gleichzeitig dieselbe Webseite mit Anfragen bombardiert, dann bricht diese zusammen.
Ein raffinierter Angriff am 30. April war derart massiv und die Belastung von estnischen Servern so groß, dass die Betreiber ihre Kunden abkoppelten und alle Verbindungen neu gestartet werden mussten. Banken, Behörden und Zeitungen waren stundenlang außer Funktion gesetzt, der Notruf funktionierte nicht.

Den Höhepunkt erreichten die Attacken am 09. Mai, dem Gedenktag des sowjetischen Sieges im Zweiten Weltkrieg. Webseiten, die sonst 1000 Zugriffe am Tag hatten, wurden mit 5000 Zugriffen pro Sekunde bombadiert und das pausenlos, bis zu zehn Stunden lang. Erstmals wurde den Menschen klar, dass die Segnungen des Internets und das Vertrauen in die Technik auch ihre Schattenseiten haben konnten. Ein Land, das sich total der Techinik verschrieben hat, in dem die Verwaltung papierlos arbeitet, in der Regierungsprotokolle nur im Internet existieren, Bankaktionen übers Web erfolgen und Fahrkarten und Parkgebühren per Handy bezahlt werden, trifft ein derartiger Angriff besonders empfindlich und macht es verwundbar.
Inzwischen konnten wirksame Gegenmittel eingesetzt werden, wobei das Verteidungsministerium und auch die NATO im Kampf um die Internetsicherheit eingebunden worden sind. Gegen erneute Angriffe weiß man sich jetzt zu wehren, doch die nächste Attacke kann noch schlimmer werden, befürchtet man.
Als Schuldigen hat Estlands Außenminister schnell die Regierung in Moskau ausgemacht. Die IP-Adressen der Computerattacken waren auf die des Kremls zurückzuführen. Diese Schuldzuweisung wurde empört zurückgewiesen. Auch estnische IT-Experten glauben nicht so recht daran. Sie vermuten russische Hacker hinter dem Bombardement, denn auch unter den Computer-Freaks gibt es Nationalisten, die für einen Angriff auf Estland nicht erst auf einen Auftrag aus dem Kreml warten.

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6. Juni 2008

Internet in England

Meinen ASUS Eee-PC hatte ich mir Ende Januar gekauft, um auch auf meinen Reisen nicht auf das Internet verzichten zu müssen. Vor der Reise nach England wurden vielfältige Informationen eingeholt, wo in den von mir anzusteuernden Orten ein Hotspot verfügbar ist.
In den ersten vier Tagen waren wir bei Freunden. Ein schneller Check zeigte mir, dass eine ganze Anzahl privater WLAN´s in der Nachbarschaft betrieben wurden, aber kein öffentlicher. Zudem waren die Privaten bis auf Einen, alle verschlüsselt. Der „freie“ Zugang kam zwar empfangsmäßig schwach an, konnte bei meinem kurzen Test aber mit einer guten Geschwindigkeit aufwarten. Ich berichtete meinen Freunden davon, die waren aber alles andere als begeistert. Ich konnte mir Sätze anhören wie: „Nein, lass´ das lieber, wir sind hier wie auf einem Dorf, wenn das raus kommt, dass Du hier bei einem mitsurft … „usw. Natürlich ist mir bekannt, und das gilt nicht nur in Deutschland, dass das Nutzen eines privaten WLAN´s, auch wenn es unverschlüsselt ist, eine illegale Handlung darstellt.
Ich trug den Befürchtungen meiner Freunde Rechnung und unterließ diesbezügliche Verbindungen über ein fremdes LAN. Meine Freunde haben zwar auch einen Rechner und Internetzugang, nur war deren Rechner noch delikater. Als Stadtverordnete besitzt meine Freundin einen städtischen Rechner, der über das kommunale Netz mit dem Internet verbunden ist. Sie bot mir zwar die Nutzung des Rechners an, doch hier hatte ich jetzt meine Bedenken, im Bezug auf „Big Brother is watching you„. Wer würde alles mitlesen? Werden meine Eingaben gespeichert, vielleicht sogar ausgewertet. Welche Konsequenzen hätte meine Mitbenutzung für meine Freundin?
Die ersten zwei Tage ließ ich meine Finger von dem Rechner. Doch dann wurde meine Neugier zu groß, zumal am Pfingstsonntag das Entscheidungsspiel zum Aufstieg in die Bundesliga anstand, zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Mainz 05. Dieses Spiel wollte und habe ich dann über den Live-Ticker des Kölner Stadtanzeigers mitverfolgt. Das Ergebnis ist bekannt: Köln gewann gegen Mainz mit 2:0 und konnte als Drittplatzierter der 2. Bundesliga in die Spitzenklasse aufsteigen. Mein Verhältnis mit dem FC war wieder in Ordnung, dank deren Leistung gegen Hoffenheim und Mainz und ich werde in der kommenden Fußball-Saison wieder begeisterter Fan des FC´s sein.
Am Pfingstmontag traten wir mit unseren Freunden den zweiten Teil unserer Englandreise an (die nächsten Blogs werden davon erzahlen). Es ging in die südwestliche Ecke Englands, genauer gesagt nach Dartmoor. Mitten im Dartmoor hatten wir unser Hotel und weil es so einsam war, hatten die auch keinen Internet-Zugang. Wieder keine Gelegenheit, meine E-Mails zu checken oder im Internet zu surfen. Um ehrlich zu sein, bereut habe ich es nicht, vielleicht war es auch besser so.
Für mich sollte ein Internet-Zugang aber noch einmal wichtig werden. Da ich nicht wusste, wie lange wir in England bleiben würden, hatte ich nur die Fähre für die Hinreise gebucht. Als sich jetzt unser voraussichtlicher Rückreisetag abzeichnete, brauchte ich wieder einen Internet-Zugang um das Rückreiseticket für die Fähre zu buchen, immerhin konnte man bei einer Online-Buchung fast 60,- Euro sparen. Über die Umstände, die es ermöglichten, online zu buchen, werde ich in einem der nächsten Blogs berichten.

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