R I W E R – Blog eines Seniors

19. Juni 2009

Windows 7 installieren

Ich habe bisher alle Windows-Versionen ausprobiert, seit dem Start im Jahre 1991. Größere Änderungen gab es (ohne die NT-Serie) mit den Versionen Windows 95 (1995), Windows 98 SE (1998) und Windows XP (2001) und Windows Vista (2006). Nach Windows 98 SE kam Windows ME, was genau so ein Flop war wir Windows Vista. Beide Versionen habe ich links liegen gelassen. Um so neugieriger war ich jetzt auf Windows 7, das in den Medien schon sehr gute Noten bekommen hat.

Nachdem ich nun erfolgreich eine Windows 7 Testversion als ISO-Image heruntergeladen hatte, habe ich sie auch installiert. So einfach wollte ich es mir aber nicht machen. Bestimmte Anforderungen meinerseits mussten gemeistert werden. Ich habe sie gemeistert und arbeite seit ein paar Tagen mit der neuen Windows 7 Version auf meinem Hauptrechner. Sie läuft so stabil, dass ich sie auch nicht mehr entfernen werde. Erst wenn Windows 7 am 22. Oktober 2009 zum offiziellen Verkauf ansteht, werde ich mir eine Originalversion kaufen und alles noch einmal neu installieren, obwohl diese Testversion bis zum 1. Juni 2010 lauffähig bleiben soll.
Doch zurück zur Installation der Testversion. Wie bin ich vorgegangen?

Voraussetzungen: Notebook im täglichen Gebrauch, 7 Jahre alt, CD/DVD-Brenner defekt, CPU Pentium IV mit 2GHz, 768 MB RAM (Arbeitsspeicher), Festplatte 160 GB – aufgeteilt in 4 Partitionen, im häuslichen Netz mit zwei weiteren Rechnern per Kabel verbunden, Betriebssystem Windows XP mit SP3 auf Partition 1 (20GB – NTSF formatiert), alle anderen Partitionen mit FAT32 formatiert in unterschiedlicher Größe.

Win7-DateienZuerst wurde eine Image-Sicherung aller Partitionen mit Acronis True Image vorgenommen, um ganz sicher zu gehen. Da das CD/DVD-Laufwerk defekt ist, musste ein anderer Weg gefunden werden, Windows 7 zu installieren.  Mit dem Packprogramm 7-Zip habe ich das ISO-Image entpackt (bei mir hatte sie den Namen 7100.0.090421-1700_x86fre_client_de-de_retail_ultimate-grc1culfrer_de_dvd.iso) und die entpackten Ordner und Dateien in Partition 4 kopiert. Der Inhalt der leeren Partition müsste dann so aussehen, wie in der linken Grafik.

Dann habe ich die Setup.exe Datei aus der Partition 4 aufgerufen. Zuerst habe ich versucht, ein Upgrade meiner bestehenden Konfiguration vorzunehmen, was aber mit einer Fehlermeldung abgebrochen wurde. Dann entschied ich mich für eine Neu-Installation, die auch anstandslos durchgeführt wurde. Das Installationsprogramm informierte mich, dass das alte Windows-Verzeichnis der XP-Version in Windows.old umbenannt würde. Ansonsten gab es keine Probleme. Nach zweimaligem Durchstarten und dem Eingeben des Product-Keys konnte ich mit der neuen Windows 7 Testversion arbeiten.

Ordner-DateienWeil das Notebook bereits 7 Jahre alt war, musste ich die Treiber der Netzwerkkarte, die Audio-Treiber von der Treiber-CD meines Notebooks nachladen (XP-Version), was ohne Probleme gelang. Den Grafiktreiber musste ich aus dem Internet ziehen.

Dann habe ich mich daran gemacht, alle Verzeichnisse und Dateien zu löschen, die nichts mit Windows 7 zu tun haben, also von der vorherigen XP-Version stammten. Als Grundlage sollte man das Erstellungsdatum nehmen. Alle Ordner und Dateien mit dem Erstellungsdatum nach der Installation müssen erhalten bleiben. Außerdem die Ordner und Verzeichnisse mit den Datums 22.04.2009, 20.03.2009, 13.04.2008 und 14.04.2008. Die Verzeichnisse Windows.old und Dokumente und Einstellungen können auch gelöscht werden. Sie sollten auch zwei Verzeichnisse mit dem Namen Programme haben. Eins können Sie löschen, weil es von der XP-Version angelegt wurde. Vergewissern Sie sich vorher. Die rechte Grafik zeigt das Hauptverzeichnis der Partition 1 mit Windows 7, so, wie er nach der Installation aussehen sollte, bereinigt von den alten Daten.

Das Installieren meiner Programme bereitete mir auch keine Probleme, alles funktionierte einwandfrei, sogar so schwierige Programme wie Avira AntiVir, T-Online Banking, VMware Player und Zattoo (alles als XP-Version). Alle meine übrigen Programme habe ich als Portable-Version vorliegen, verwaltet mit dem PortableApps-Menü. Auch sie laufen alle einwandfrei, bis auf eine Einschränkung. Das untere Bild zeigt einen Screenshot meines Display.

Windows7-SS Fazit nach gut einwöchiger Anwendung: Keinerlei Schwierigkeiten, damit lässt sich wunderbar arbeiten, auch wenn man sich an einige Sachen erst gewöhnen muss. Viele Sachensind  einfacher geworden, intuitiver. Bei den Einstellmöglichkeiten von Windows 7 muss man sich erst durcharbeiten, vieles ist nicht mehr da, wo man es bei XP gewohnt war. Hat man es dann endlich gefunden, erkennt man, dass es in der neuen Version einfacher ist. Für mich ist Windows 7 der Hit in den nächsten Jahren.

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12. März 2008

Knoppix 5.3

knoppix53.jpgSo, zwischenzeitlich konnte ich mich etwas intensiver mit dem neuen Linux Knoppix 5.3 beschäftigen. Über die Installation der LiveCD habe ich mich vor ein paar Tagen hier schon ausgelassen. In diesem Zusammenhang tauchte die Frage auf, wie das Abspeichern von nachträglich installierten Programmen, persönliche Einstellungen sowie im Home-Verzeichnis gespeicherte Daten möglich ist.
Die LiveCD auf DVD bringt etwa 4,2GB mit sich, mit einer Unmenge an Programmen und Zusätzen, wie etwa Adriane (eine Knoppixerweiterung für Blinde), die virtuelle Software VirtualBox, mit der es Möglich ist, ähnlich wie VMware, Windows unter Linux laufen zu lassen, usw. Installiert man Knoppix auf einer Festplatte, also keine „Poor Mans Installation„, belegt die Installation über 12 GB, also Grund genug, nur die Poor Mans Installation zu nehmen, die natürlich dann auch ein paar Einschränkungen mit sich bringt.

Ruft man Knoppix aus einer „Poor Mans Installation“ auf, wird die gesamte Partitionen, auf der sich Knoppix befindet, blockiert, d.h., sie ist nur lesbar und nicht beschreibbar. Deshalb ist es sinnvoll, Knoppix und andere Linux LiveCD Applikationen eine eigene Partition von 5 – 7 GB zu spendieren. Bei maximal 4 Partitionen pro Festplatte schon eine kleine Zumutung, aber so blockiert man sich keine großen Partitionen von einigen zig GB.

In der neuesten Version von Knoppix ist eine neue Schwierigkeit hinzugekommen, wo man vielleicht der erhöhten Sicherheit Rechnung getragen hat. Zum Abspeichern (wie oben erwähnt) wird das Tool „Permanentes Knoppix-Image einrichten“ verwendet (im Knoppix-Menü unter Konfiguration). In den alten Versionen von Knoppix konnte man diese Datei auf FAT oder FAT32 Partitionen einrichten, ohne jede Einschränkung. Jetzt ist das speichern dieser Image-Datei nur noch in eine ext3 Partition möglich. Für mich, als Windows-Freak (nur NTFS und FAT32 Formatierungen), eine große Einschränkung. Ich muss nun noch eine ext3 Partition von der Größe dieser Image-Datei anlegen.

Bisher habe ich meine 160GB Festplatte unter Windows in drei Partitionen unterteilt: 1. 20GB Bootpartition für Windows mit NTFS formatiert, 2. 80GB Datenpartition mit FAT32 formatiert und 3. 60GB für sonstiges mit FAT32 formatiert.
Mit Knoppix 5.3 und Ubuntu 7.10 sieht meine Festplatte jetzt folgendermaßen aus: 1. 20GB Bootpartition für Windows mit NTFS formatiert, 2. 130GB Datenpartition mit FAT32 formatiert, 7GB für Knoppix und Ubuntu mit FAT32 formatiert und 4. 3GB für die Image-Datei für Knoppix mit ext3 formatiert.

Für Sonstiges und Spielereien werde ich mir jetzt noch eine 2. externe Festplatte anschaffen. Vielleicht weiß aber jemand von den Lesern einen Rat, wie man die Sache mit Knoppix und der Image Datei anders händeln kann? Für Informationen und den Erfahrungen Anderer bin ich immer offen !!!

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